Öffentlich – wer kauft?

Das Schloss in öffentlicher Hand – was bedeutet das?

Als „öffentliche“ Käufer kommen unter anderem diese in Frage:

1. Heitersheimer Sozialbauten GmbH
Die Heitersheimer Sozialbauten GmbH gehört der Stadt, wird aber wie eine private Firma geführt. Sie könnte soziale Einrichtungen in Teilen des Schlosses unterhalten und andere Teile vermieten. Als städtisch-sozialer Träger kann sie auf umfangreiche Fördermittel zugreifen. Die Stadt wäre beteiligt, doch die Stadtverwaltung müsste sich nicht mit dem Tagesgeschäft des Schloss-Managements beschäftigen.

2. Stiftung Malteserschloss gGmbH
Die Stiftung Malteserschloss gGmbH verfügt über Kapitalzusagen in siebenstelliger Höhe. Sie kann den Kauf des Schlosses aus eigener Kraft finanzieren und den Betrieb des Schlosses organisieren. Ihre Satzung erlaubt ausschließlich gemeinwohlorientierte Nutzungsarten, die der Öffentlichkeit dienen. Sämtliche Einnahmen würden in den Unterhalt des Schlosses fließen. Die Stadt könnte sich an der Stiftung beteiligen, müsste es aber nicht.

3. Stadt Heitersheim
Die Stadt könnte das Schloss selbst kaufen. Die Finanzierung wäre unproblematisch (siehe Seite X). Es gäbe auch keine nennenswerten Abschreibungen, die im Haushalt gegenfinanziert werden müssten. Für das „Tagesgeschäft“ müsste die Stadtverwaltung allerdings zusätzliche Kapazitäten schaffen oder eine privatrechtliche Firma dafür gründen. Das könnte wieder die Sozialbauten GmbH (siehe Variante 1) sein.

3a. Erbpacht
Die Stadt könnte das Schloss nach dem Kauf in Erbpacht übergeben. So würde sie langfristig das Eigentum behalten, könnte aber Betrieb, Unterhalt und Finanzierung anderen überlassen – zum Beispiel auch den seriösen Betreibern einer Privatschule. Allerdings hat Investor (?) Hodeige dieses Modell von vornherein ausgeschlossen, da Chinesen so etwas nicht kennen. Doch das Gegenteil ist der Fall: In der Volksrepublik China kann man Grundstücke praktisch nur befristet – also in Erbpacht – erwerben. Der chinesische Staat behält sich immer das Eigentum vor.

4. Weitere Modelle
Weitere Modelle sind denkbar und wären es wert, genauer beleuchtet zu werden: Public-Private Partnership (PPP), Genossenschaft, separater Eigenbetrieb u.a.