Die Geldfrage

Kein Risiko für die Stadt

Fakten zu Bausubstanz und Finanzierung

Über das Malteserschloss sind viele Gerüchte in Umlauf. Die Fakten finden sich im Gutachten, das den „Vorbereitenden Untersuchungen“ der Stadt zugrunde liegt. Dort steht klar und deutlich: Die Bausubstanz ist befriedigend bis gut.

Zustand befriedigend bis gut

Das Gutachten, das ursprünglich vom Orden stammt, bescheinigt dem Malteserschloss eine ordentliche Verfassung. Alle Gebäude sind in befriedigendem oder gutem Zustand, keines ist akut sanierungsbedürftig. Orden und Mieter haben kontinuierlich investiert – auch in den Brandschutz. Das Schloss verfügt über eine intakte Versorgung mit Wasser, Abwasser, Telekommunikation und Strom; die Gebäude werden zentral oder mit Fernwärme beheizt. Umbauten werden nur nötig, wenn neue Mieter eine neue Nutzung verwirklichen wollen.

Kosten nach Kauf des Schlosses

Die Kaufsumme beträgt rund 5 Millionen Euro, die Privatinvestoren rechnen mit Umbaukosten von rund 20 Millionen Euro. Ein solcher Umbau wäre bei einer öffentlich-sozialen Nutzung nicht nötig. Die öffentliche Hand müsste nur den Kauf finanzieren.

Darüber hinaus stehen für Kauf und Umbau stehen bis zu 60 Prozent staatliche Förderung zur Verfügung. In den folgenden Beispielrechnungen wird vorsichtig mit nur 50 Prozent kalkuliert. Der Zinssatz wurde mit marktüblichen 0,5 Prozent

Natürlich gibt es im Malteserschloss Modernisierungsbedarf. Allerdings ist es bei gewerblicher Nutzung üblich, dass die Mieter die Kosten von Umbauten übernehmen – das gilt auch für den sozialen Bereich. Dass sie dazu bereit sind und auch finanziell in der Lage sind, haben Mietinteressenten wie die gemeinnützige Stiftung SRH oder der vom MHD unterstützte Kinderhospiz-Verein bereits zugesichert.

Förderung

Darüber hinaus stehen für Kauf und Umbau stehen bis zu 60 Prozent staatliche Förderung zur Verfügung. In den folgenden Beispielrechnungen wird vorsichtig mit nur 50 Prozent kalkuliert. Der Zinssatz wurde mit marktüblichen 0,5 Prozent angesetzt. Auch das ist vorsichtig kalkuliert, denn kommunale und soziale Einrichtungen können auch einen zinslosen KfW-Kredit bekommen. So könnten etwa die Heitersheimer Sozialbauten GmbH oder eine gemeinnützige Stiftung wie die Stiftung Malteserschloss gGmbH von einem solchen Nullzins profitieren.